Willi Fobbe

ein kurzes Leben
 

Der Wehrpass

Gegen Ende des Krieges wurden verstärkt junge Soldaten für die SS rekrutiert. Oft wurden sie gezwungen. Laut Aussagen meines Onkel war das auch in Arnsberg der Fall. Ob das für Willi zutrifft kann ich nicht sagen. Auch Oma hat mir darüber nichts erzählt.

Aus dem Wehrpass und auch aus den Briefen geht hervor, dass Willi in Amersfort, Niederlande, ausgebildet wurde. Dort waren vorher die Angehörigen von Anne Frank umgekommen. Unter den Scans findet man eine Übersicht mit allen Einträgen.



Die Einträge in einer Übersicht

02.05.26 geboren, Beruf: Gärtner, ledig, römisch-katholisch

Mutter: Maria Fobbe, geb. Oberhoff, 1928 gest.

Vater: Heinrich Fobbe, Maurer

26.06.43 Ausstellung des Wehrpasses

26.06.43 Heranziehung zum Reichsarbeitsdienst

09.10.43 Nichtheranziehung zum Reichsarbeitsdienst

29.10.43 angenommen für die Waffen-ss

ab 01.11.43 Beginn der Dienstzeit

05.11.43-06.11.43 V. /ss Art.Ausb. u. Ers.Regt.1422/45

06.11.43-14.11.43 Sicherung in den Niederlanden

06.11.43-14.11.43 19. ss Art. Ausb. u. Ers.Regt 2178

wurde nach zweiwöchiger Ausbildung zur Feldeinheit versetzt

15.11.43-06.06.44 Besatzungstruppe in Frankreich

15.11.43-11.07.44 9. ss A.R. 17

14.12.43 auf den Führer mit der Eidesformel der Waffen-ss vereidigt

21.06.44 ss-Sturmmann

11.07.44 Invasionsfront

11.07.44 an Verwundung gestorben